Sie befinden sich hier:

1. Etappe Jakobsweg Spanien

Puente la Reina bis Villamayor de Monjardin

Puente la Reina
Puente la Reina (Brücke der Königin)

Von Puente la Reina führt die Calle Mayor über die mittelalterliche Brücke über den Rio Arga. Danach hält sich der Jakobspilger auf dieser ersten Etappe des Camino Fancés links und nimmt die alte kleine Straße zum Dorf Estella.

Brücke der Römer in Cirauqui am Jakobsweg
Römerbrücke in
Cirauqui

Es geht durch ein kleines Tal, später an der Autobahn vorbei und zum Ort Maneru, den man nach 1,5 Stunden erreicht. In einer weiteren knappen Stunde ist man im Dorf Cirauqui. Der Weg führt am Rathaus entlang, das am höchsten Punkt des Dorfes liegt. Jenseits geht man über eine alten, bereits im frühen Mittelalter gepflasterten Weg hinab zum Fluss, überquert ihn über eine Brücke, die aus der Römerzeit stammt. Cirauqui ist mit diesen Relikten aus dem Mittelalter ein Highlight des spanischen Jakobsweges .

Cirauqui: Kirche San Roman
Cirauqui Kirchenportal

Sehenswert ist auch die am höchsten Punkt des Ortes Cirauqui liegende Kirche San Roman. Sie hat ein romanisches Trichterportal mit mehreren Bögen. Bei seinem Anblick fühlt sich der Betrachter an das Südportal der Kirche Santiago in Puente la Reina / Gares erinnert. Es hat einen arabisch-orientalischen Charakter. - Nach einem kurzen Anstieg müssen A 21 und N 111 überquert werden. Dann läuft man auf einem nicht asphaltierten Fahrweg neben einer alten Maultierstraße weiter und kommt an einer mittelalterlichen Brücke vorüber. Der Weg wird schmaler, läuft in ein Tal hinein. Wenig später unterquert man die A 21 und wandert dann weiter, die N 111 zur linken Hand. Nun unterquert man den Canal de Aloz, hält sich nach links und kommt zur mittelalterlichen Brücke, die den Rio Salado überquert. Bis hierin sind es 3 Stunden Gehzeit. Die Legende berichtet über diese Stelle des Rio de Salado, dass dort im Mittelalter zwei Navarresen mit Messern in der Hand saßen, die darauf warteten von den Pilgern gefragt zu werden, ob sie ihre Pferde hier tränken dürften. Jene bejahten das. Die Pferde fielen nach dem Trinken tot um. Die Navarresen enthaupteten die Tiere sofort mit ihren Messern. - Nun muss man wieder aufwärts gen N 111 und Autobahn, unter denen ein Tunnel hindurchführt. Man geht jetzt, nach einigen Metern wieder links. Bald ist man in Lorca. Dort passiert man den Ortsbrunnen, an dem die Pilgerherberge liegt. Man wandert hinter dem Dorf links der N 111. Man steuert auf das Dorf Villatuerta zu, das man nach gut 4 Stunden Pilgerzeit erreicht. Im Dorf begegnet man erneut einer mittelalterlichen Brücke, passiert die Kirche mit dem höchsten Punkt des Dorfes und verlässt Villatuerta über die Calle Camino de Estella. Sie mündet in einen Feldweg jenseits einer Querstraße. Links des Jakobsweges liegt der gotische Bau der Einsiedelei San Miguel. Man überquert nun die NA 132 und steigt in das Tal des Rio Ega hinab, überquert den Fluss auf einer neuen Brücke und benutzt die Straße, die nach Estalla leitet.

Palast der Könige in Estella
Palacio de los Reyes de Navarra
in Estella

Estella "bietet" die Heiliggrabkirche, das Kloster Santo Domingo sowie eine Pilgerherberge. Wem 6 Stunden Gehzeit ausreichen, der übernachtet hier. Estella / Lizarra wurde von den navarrischen Königen um 1090 gegründet. Sie wollten den Handel und die Wirtschaft auf dem Jakobsweg beleben. Zunächst ließen sich hier ausschließlich französische Siedler, Franken, nieder. Notre Dame de Le Puy (Nuestra Senora del Puy) und Nortre Dame de Rocamadour (Nuestra Senora de Rocamadour) stammen aus jener Zeit; die Franken brachten diese Gnadenbilder mit. Der Hauptplatz der Stadt, an dem sich das Rathaus befindet, wurde von ihnen nach ihrem Nationalheiligen, dem heiligen Martin benannt: Plaza de San Martin. Die navarrischen Könige erbauten sich in Estella den Palacio de los Reyes de Navarra. Heute ist dort das Museum des Malers Gustavo de Maeztu untergebracht. Das Palastgebäude hat eine romanische prunkvolle Fassade und eine schöne Kapitelle an den Arkaden. Sie zeigen Szenen aus den Roland-Legenden. - Die Kirche St. Maria Jus del Castillo hingegen ist relativ neu. In der Vergangenheit befand sich hier das Judenviertel der Stadt. Estella ist also reich an Kirchen. Die Kirche San Miguel im Norden der Stadt ist spätromanisch und hat ein mit vielen Figuren bestücktes Nordportal. Ins Auge fällt dort Christus in der Mandorla als Richter über die Welt. Die älteste Kirche ist San Pedro de la Rua. Ganz in der Nähe die Plaza de Martin, das Rathaus und der Palast der navarrischen Könige.

Pilgerbrunnen in Irache / Iraxe
Irache Pilgerbrunnen

Von Estella geht es weiter zum Dorf Ayegui. Dort kann man zwischen zwei Alternativrouten wählen. Wir nehmen den linken und nehmen den Weg über das Kloster Irache. Man überquert bald die N 111, nimmt eine Straße, die bergan führt und gelangt zur Weinkellerei Irache und passiert dort einen stilvollen Pilgerbrunnen. Links oben sieht man die Gebäude des Klosters Irache / Iraxe. Bis hier sind es 6,5 Stunden Gehzeit. Das Kloste verfügt über zwei Kreuzgänge und eine großen Klosterkirche. Das Kloster nennt sich Santa Maria la Real. Es wurde im Jahr 1051 vom navarrischem König Garcia III Sanchez el de Najera als Pilgerherberge ins Leben gerufen. Daran erinnern noch heute die großen Pilgermuscheln unter der Kuppel der Klosterkirche. - Am Ende des Klosters hält man sich rechts, überquert wieder die N 111, schreitet dann nach links und kommt am Hotel Iraxe vorüber.


Maurenquelle bei
Villamyor de Monjardin

Nach dem Ort wird man von einem Steineichenwald empfangen. Nun sieht man bereits den Berg Monjardin mit dem Ort Villamayor, das Ziel der heutigen Tagesetappe des spanischen Jakobsweges. Zunächst passiert man jedoch das Dörfchen Azqueta, das eine Stunde vom Kloster Irache / Iraxe entfernt ist. Kurz vor Villamayor de Monjardin kommt man am Brunnen Fuente de los Moros Vorbei. Er hat zwei gotische Bögen mit einem Dach. 8 Stunden Wanderzeit und man ist am Ziel: Villamayor de Monjardin hat Pilgerherberge und Kirche.

Pilgerherbergen und Unterkünfte der 1. Etappe des Camino Francés

Cirauqui / Zirauki

Alberuge Maralotx: Diese private Pilgerherberge liegt in der Calle San Roman 30. Sie hat von Februar bis Mitte Dezember geöffnet und bietet 28 Plätze. Die Übernachtung kostet 10 Euro. Tel 678 635208.

Lorca

Albergue Lorca: Diese Privatherberge findet sich in der Dalle Mayor 40. Geöffnet ist sie von April bis Oktober. Die Übernachtung kostet 10 Euro. Es gibt 14 Plätze. Sie ist dem Restaurant La Bodega del Camino angegliedert. Tel 948 541190.

Estella / Lizarra

Albergue de Estella: Die ganzjährig geöffnete Pilgerherberge der Gemeinde liegt in der Calle Rua 31. Einlass erhält der Pilger von 14 bis 22 Uhr, zur Hauptsaison schon eine Stunde eher. Die Nacht kostet 5 Euro. Sie hat 114 Plätze, eine Küche und Waschmöglichkeiten auch für die Wäsche. Zudem wird Frühstück angeboten. Geführt wird die Herberge von den Amigos del Camino Santiago de Estella.
Albergue ANFAS: Es handelt sich um eine Ausweichunterkunft für die Sommermonate von Mitte Juni bis Mitte September in der Calle Cordeleros 7. Sie bietet 34 Plätze. Einlass bekommt man von 14 bis 22 Uhr. Tel. 948 554551.
Hostal Fonda El Volante: Das Hostal liegt in der Calle Merkatondoa 2. Ein Restaurant ist angegliedert. Das Doppelzimmer kostet 60 Euro. Tel. 948 553957.
Abergue de la Juventud Oncineda: Die Jugendherberge liegt in der Calle Maria de Irache, hat 150 Plätze. Die Übernachtung für Pilger kostet 10 Euro. Tel. 948 555022.
Camping Lizarra: Der Platz liegt in der Calle Ordoiz am Ortseingang. Er ist ganzjährig geöffnet. Tel 948 551733.
Ayegui
Albergue Ayegui: Diese Gemeindeherberge liegt in der Calle Polideportivo. Sie befindet sich in der Sporthalle und hat von März bis Oktober geöffnet. Einer der 60 Plätze kostet 6 Euro pro Nacht. Angegliedert ist ein Bar-Restaurant. Tel 948 553411.
Camping Iratxe: Der Campingplatz liegt in der Avenida Prado de Irache 7 im dortigen Complejo Turistico Deportivo Irache. Er hat das ganz Jahr über geöffnet. Tel 948 555555.

Villamayor de Monjardin

Hogar Monjardin: Es handelt sich um eine private Pilgerherberge der Oasis Trails Foundation Dorn in Holland. Sie liegt an der Plaza 12 und ist von der Karwoche bis Oktober offen. Einlass bekommt man zwischen 16 und 22 Uhr. Die Nacht kostet 7 Euro. Es gibt 25 Plätze. Gegen Aufpreis kann man auch ein Abendessen erhalten. Tel 948 537136.
Albergue parroquial Santa Cruz: Es handelt sich um eine Herberge der Pfarrgemeinde mit 28 Plätzen. Übernachtung wird gegen eine Spende gewährt.

Weiter: 2. Etappe Jakobsweg Spanien von Villamayor de Monjardin nach Viana