Pilgern ist wieder in und ist wie das Wandern auch für junge Menschen attraktiv geworden. Fünf historische Routen nach Santiago de Compostela in Spanien, dem Wallfahrtsort des Heiligen Jakobus, durchqueren jetzt das Münsterland. Die letzte erforschte ist die Strecke  von Bielefeld über Warendorf, Telgte, Münster, Nottuln, Coesfeld, Velen, Borken, Raesfeld nach Wesel. Dieser 200 Kilometer lange Abschnitt des Jakobsweges wurden nun vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe vorgestellt.

Jetzt kann also gepilgert werden. Zuvor wurde der Weg ausgeschildert und davor erforscht. Die Pilger sollen ja auf dem Pfad bleiben, den schon Generationen gottesfürchtiger Menschen vor ihnen genommen haben. Hierfür mussten historische Karten gesichtet und es mussten Spuren verfolgt werden, die auf das Pilgerwesen hinweisen. Solche Spuren sind Kapellen, Hospize oder Hinweise auf frühere Gasthäuser.

Pilgern kommt dem Bedürfnis vieler Menschen nach Ruhe und Innerlichkeit entgegen. Das Jakobs-Pilger-Projekt ist mit der fünften Pilgerroute fast vollendet. Sie wird im Mai 2015 offiziell zum Erwandern freigegeben.